Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, begrüßt das Urteil des Obersten Indischen Gerichtshofes im mehrere Jahre andauernden Patentstreit gegen Novartis: "Der Schweizer Pharmariese Novartis erhält nun endgültig kein Patent für das Krebsmittel Glivec. Ich begrüße dieses Urteil, denn es ermöglicht Menschen in Entwicklungsländern auch in Zukunft Zugang zu günstigen Medikamenten." Das Urteil stelle einen Präzedenzfall in der Vergabe von Patenten in Indien dar und sei wegweisend für die weitere Herstellung von Generika, auf die keine Patentgebühren mehr eingehoben werden dürfen. Die indischen Generika seien vor allem in der Versorgung von Menschen mit dem HI-Virus unerlässlich, betont Bayr am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
In Indien werden Generika erzeugt, die weit über den nationalen Markt hinaus dringend benötigt werden: "Millionen Menschen in- und außerhalb von Indien sind von den günstigen Generika abhängig. Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen begrüßen daher dieses wichtige Urteil, das weiterhin den Zugang zu leistbaren Medikamenten erlaubt", stellt Bayr fest. Es ist davon auszugehen, dass nach diesem Urteil gegen Novartis Patente in Indien weiterhin nicht leichtfertig vergeben werden und so zur Goldgrube für westliche Konzerne werden. Schon 2006 strebte Novartis das Patent für Glivec in Indien an. Dies wurde mit der Begründung abgelehnt, der Wirkstoff des Medikaments weise nur eine kleine Änderung gegenüber einer älteren Version auf. (Schluss) bj/mp
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