"Das Verfehlen der Millenniums-Entwicklungsziele kann auch daran liegen, dass wir es nicht geschafft haben, den Kern der Sache, die Welt zu einem gerechteren Ort zu machen, der Bevölkerung zu kommunizieren und nicht alle Stakeholder in die Verhandlungen eingebunden haben", stellte Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ, in Addis Abeba fest. Bayr nimmt derzeit an der Konferenz "A renewed global partnership for development for a post-2015 era" des Wirtschafts- und Sozialrates der Vereinten Nationen teil, die in der äthiopischen Hauptstadt stattfindet. Damit ist Bayr weltweit eine von zwölf Abgeordneten, die im kommenden Jahr in den Dialog zur Post-MDG-Agenda eingebunden ist. In acht sogenannten Millennium-Development-Goals (MDGs) hat sich die internationale Staatengemeinschaft vorgenommen, zwischen 2000 und 2015 konkrete Schritte zur Verbesserung der Welt zu unternehmen. So sollte der Zugang zu Grundschulbildung für alle sichergestellt sein, der Hunger halbiert und die Müttersterblichkeit um drei Viertel reduziert werden. ****
"Als Delegierte der Interparliamentarian Union bin ich davon überzeugt, dass Parlamentarierinnen und Parlamentarier eine wichtige Brücken-Funktion zwischen Regierungen und Bürgern haben. Wir haben die Aufgabe, Politik in die Alltagssprache zu übersetzen", unterstrich Bayr die wichtige Rolle der Abgeordneten. Zudem wüssten Parlamentarier am besten, was Wählerinnen und Wähler am meisten bräuchten. In Bezug auf die MDGs berge das die Chance in sich, Menschen dazu zu bewegen, sich für globale Herausforderungen zu interessieren und für deren Unterstützung zu werben, dass ihr Steuergeld auch für das Ziel einer gerechten und ausbalancierten Welt ausgegeben wird.
Die Involvierung von Abgeordneten aus der ganzen Welt in die Post-MDG-Agenda bedeutet, diese in die Definition, in eventuelle Anpassungen, die Kontrolle und Evaluierung der Implementierung zu inkludieren. "Ich begrüße die Einladung von zwölf Abgeordneten in diesen wichtigen Prozess", ist Bayr erfreut. Die Ausformulierung der erneuerten globalen Partnerschaft für Entwicklung sollte eine breit getragene und kraftvolle sein. Denn "sie muss letztendlich den entscheidenden Kurswechsel für die Erde bringen", ist Bayr überzeugt. Das Ziel könne nur sein, im Jahr 2030 für dann acht Milliarden Menschen eine Welt anzubieten, in der es für alle möglich sein muss, in Freiheit, Würde, Gleichheit, Gesundheit, Frieden und Wohlstand zu leben und für jeden einzelnen Erdenbürger und jede Erdenbürgerin das Einhalten der Menschenrechte zu garantieren. "Auf Parlamente als wichtige Partner für dieses Ziel kann man sich verlassen", bekräftigt Bayr. (Schluss) bj/mp
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