Der "International Day of Happiness" wurde im vergangen Jahr von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Ziel dieses internationalen Tages sei es, "neue Perspektiven für die Beurteilung von Entwicklung zu erlangen", stellte Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ, am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest und begrüßt den Vorstoß der Vereinten Nationen, neue Grundlagen zur Bemessung des guten Lebens für alle zu finden: "Nach zahlreichen nationalen Initiativen, wie dem Brutto Nationalglück von Bhutan, und multinationalen Projekten, wie der 'Mehr als BIP-Initiative' der EU, erkennen auch die Vereinten Nationen, dass das Bruttonationalprodukt und der Human Development Index nicht ausreichen, um das gute Leben für alle zu messen."****
Dieses verlässliche Messen ist aber wichtig für die Definition und Umsetzung von zusätzlichen Maßnahmen, die passieren müssen, damit es jedem einzelnen der sieben Milliarden Menschen auf dieser Erde auch wirklich gut geht. Das gute Leben für alle umfasst mehr als bloß das Einkommen pro Kopf. "So sollen in Zukunft auch soziale und ökologische Nachhaltigkeit, bewertet werden", kommentierte Bayr.
Die Vereinten Nationen wollen eine Arbeitsgruppe ins Leben rufen, die Indikatoren ausarbeiten soll. Dabei sollen etwa der Grad der Meinungsfreiheit, die eingehaltenen Arbeitsstandards, aber auch die sozialen Netzwerke, die Wohnungssituation, körperliche und seelische Gesundheit, sowie die Möglichkeiten zur politischen Partizipation einfließen. "Dabei sei es wichtig auf lokale Gegebenheiten einzugehen und keinen 'One size fits all Ansatz' zu wählen", stellte Bayr fest. Von großer Bedeutung "ist auch die Verteilung der Wohlstandes innerhalb eines Landes, denn nur Wirtschaftswachstumszahlen alleine besagen nichts darüber, die fair oder unfair Reichtum in einem Land verteilt ist und wer davon profitiert, wer im Gegenteil darunter leidet. Im Fokus muss das gute Leben jedes einzelnen Menschen sein", betonte Bayr und sieht in diesem ganzheitlichen Ansatz der Wohlstandsmessung deutliche Verbesserungen zum jetzigen Modell, das nur auf wirtschaftliche Daten fixiert ist. (Schluss) up
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