"Es ist einfach unerträglich, dass in manchen Ländern der Welt immer noch die Todesstrafe vollstreckt wird", betont Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Internationalen Tages gegen die Todesstrafe am 10. Oktober. In 140 Ländern der Welt ist die Todesstrafe unter allen Umständen verboten. Lettland hat erst im Jahr 2012 die Todesstrafe in einer Abstimmung im Parlament abgeschafft. Im Jahr 2012 wurde weltweit zumindest 682-mal die Todesstrafe durch einen Staat vollstreckt, "eine Zahl, die eine Schande für die Menschheit ist", ist Bayr überzeugt. ****
Zuletzt wurde Anfang Oktober ein 27-jähriger zum Tode verurteilter Häftling im Gazastreifen trotz internationaler Proteste und Kritik der UN-Menschenrechtsbeauftragten Navi Pillay hingerichtet. Er war wegen Mordes schuldig gesprochen und hatte nach Angaben des Innenministeriums der regierenden Hamas alle Rechtsmittel ausgeschöpft. "Dieser Fall ist besonders beschämend, weil der Verurteilte zur Tatzeit noch minderjährig war", ist Bayr betroffen. In diesem Zusammenhang kritisiert Bayr auch, dass in Saudi Arabien und dem Iran die Todesstrafe an Minderjährigen vollstreckt wird, was die UNO Kinderrechtskonvention, die alle Staaten bis auf die USA und Somalia unterzeichnet haben, verbietet. In manchen Ländern steht auch der Abfall von der Religion oder Homosexualität unter Todesstrafe. "Das sind beileibe keine strafrechtlichen Delikte, sondern spiegeln einfach die Meinung und persönliche Lebenseinstellungen wider", kritisiert die Nationalratsabgeordnete. (Schluss) bj
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