Anlässlich des Weltflüchtlingstages betont Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ, heute, Mittwoch, die schwierige Situation von schwangeren Frauen in Krisensituationen: "Frauen hören in Konfliktsituationen oder auf der Flucht ja nicht auf schwanger zu werden oder Kinder auf die Welt zu bringen. Es ist daher besonders wichtig, dass sie eine medizinische Mindestversorgung bekommen." Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen - UNFPA leistet diese wichtige Unterstützung: "Auf der Flucht oder in einem Camp ein Kind zur Welt zu bringen ist eine enorme Belastung, die man sich gar nicht vorstellen kann. UNFPA unterstützt so weit möglich Frauen dabei und verteilt zum Beispiel Geburtskits an Schwangere, die flüchten müssen. Darin ist ein Rasierklinge, Seife und eine saubere Unterlage. Diese Utensilien können die Überlebenschancen von Mutter und Kind bei einer unbegleiteten Geburt erhöhen." ****
Sexuelle Gewalt und Missbrauch, HIV-Infektionen und ungewollte Schwangerschaften sind leider häufige Begleiterscheinungen von Kriegs- und Krisensituationen. "Es ist daher unerlässlich Verhütung und Notfallverhütung zur Verfügung zu stellen, damit zumindest sexuell übertragbare Krankheiten und ungewollte Schwangerschaften vermieden werden können. Die seelischen Verletzungen bleiben aber", stellt Bayr fest und kritisiert, dass Österreich die wichtige Arbeit des Bevölkerungsfonds nicht weiter unterstützt: "Aus unerfindlichen Gründen hat Österreich seine finanzielle Unterstützung für den Fonds eingestellt, obwohl Minister Spindelegger immer wieder betont, dass Frauen und Kinder nicht unter den Kürzungen zu leiden hätten." Laut Angaben der Vereinten Nationen sind 80 Prozent aller Flüchtlinge aus Syrien Kinder und Frauen. (Schluss) mis/mp
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