Zum heutigen Beginn der UN-Abrüstungswoche betont Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ, die Notwendigkeit der politischen Bereitschaft zu Verhandlungen für die Abrüstung von Waffen: "Abrüstungsfragen sind politische Fragen und basieren auf dem Vertrauen der Staaten untereinander." Die Zeit, in der die Staaten immer weiter aufrüsten, um durch gegenseitige Abschreckung Frieden zu schaffen, sei endgültig vorbei, sagt Bayr am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle seien ebenso wichtig wie die Abrüstung konventioneller Waffen. Bayr begrüßt in diesem Zusammenhang, dass Präsident Heinz Fischer sich der österreichischen Tradition entsprechend im Rahmen der UN-Generalversammlung für die nukleare Abrüstung eingesetzt hat. ****
"Dass die USA als größter Waffenexporteur den Waffenhandelsvertrag unterzeichnet haben, ist ein positiver Schritt", betont Bayr. Der Arms Trade Treaty (ATT) ist der erste weltweite Vertrag, der den Handel mit konventionellen Waffen regelt. Nach langen Verhandlungen haben mittlerweile über 100 Staaten den ATT unterzeichnet. "Laut Amnesty International waren in den jüngsten Konflikten 80 Prozent aller Opfer Zivilpersonen, das ist ebenso unerträglich wie die Tatsache, dass jedes Jahr global so viel Munition produziert wird, dass jeder Mensch zweimal umgebracht werden könnte", stellt Bayr fest und hofft auf einen Rückgang der Waffenproduktion und des Waffenhandels durch den ATT. (Schluss) bj
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