"Agrotreibstoffe dürfen klimapolitische Ziele nicht unterminieren", fordert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des morgigen Zusammentreffens des EU-Energieministerrates. Bei diesem Treffen wird über das Berücksichtigen der Indirekten Landnutzungsänderungen (ILUC) in der Agrotreibstoffpolitik abgestimmt. "Nur wenn die Treibhausgasbilanz indirekte Landnutzungsänderungen berücksichtigt, ist sichergestellt, dass herkömmlichen Treibstoffen nicht weiter klimaschädliche Agrotreibstoffe beigemengt werden", ist Bayr überzeugt. Das EU-Parlament hat sich für eine Berichtspflicht von ILUC ab 2020 ausgesprochen. "Jetzt muss der Ministerrat nachziehen und darf keinesfalls weiter verwässern", fordert die Nationalratsabgeordnete am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
"Die europäische Agrotreibstoffpolitik sollte sich in einem ersten Schritt auf eine 5-Prozent-Beimengung von Kraftstoffen aus Nahrungs- und Energiepflanzen beschränken", appelliert Bayr. Der Boom der vergangenen Jahre in der Produktion von Agrotreibstoffen hat zahlreiche negative Folgen. Durch Verdrängung auf den Anbauflächen steigt die Konkurrenz, Land Grabbing ist die Folge. Auch die Nahrungsmittelpreise steigen und verursachen weiteren Hunger - jeder achte Mensch muss heute hungern. Zudem ist die derzeit verfolgte Agrotreibstoffpolitik auch für Umweltzerstörung verantwortlich, denn riesige Monokulturen vernichten Biodiversität. "Ich fordere daher den Wirtschaftsminister auf, dass Österreich sich im morgigen Energieministerrat für eine Agrotreibstoffpolitik einsetzt, die menschenrechtliche und ökologische Mindeststandards respektiert", appelliert Bayr. (Schluss) bj
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