"Toleranz ist das Fundament für den Zusammenhalt einer Gesellschaft", stellt Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ, anlässlich des UNESCO-Tages für Toleranz am 16. November fest. Toleranz sei nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern die Grundlage für ein gleichberechtigtes Zusammenleben. Bildung könne dabei einen wichtigen Beitrag leisten: "Gesetze, die Intoleranz unterbinden und sanktionieren, sind unerlässlich, aber es muss auch früher angesetzt werden, nämlich bevor sich intolerantes Verhalten manifestieren kann. Hier spielt Bildung in der Schule und auch danach die zentrale Rolle." ****
Weil Intoleranz oft im Unwissen über oder Angst vor einer anderen Kultur, Religion oder Lebensweise begründet ist, heißt es, Aufklärung zu betreiben: "In den Schulen gilt es, zu vermitteln, dass Anderes nicht schlecht ist und dass ein zweiter Blick und die Frage nach den Gründen für eine bestimmte Art zu agieren und zu reagieren unerlässlich ist", betont Bayr. Bildung und Lernen ende aber nicht mit der Schulpflicht. "Die Interessen anderer kennenzulernen, sich mit ihnen ernsthaft auseinanderzusetzen und sich auf einen Prozess des Interessensaustausches einzulassen, ist ein lebenslanger Lernprozess." Öffentliche Bewusstseinskampagnen und eine Lernbereitschaft aller Mitmenschen sei gefragt. In der Politik, die auch eine wichtige Vorbildwirkung habe, gelte es, auf Ausgrenzung und Ängste schüren gänzlich zu verzichten und eine Kultur des Aufeinander Zugehens vorzuleben, so Bayr. (Schluss) sc/mp
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