"Die Beimischung von Agrotreibstoffen in der EU auf sieben Prozent zu beschränken ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung", kommentiert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, das Ergebnis der heutigen Abstimmung im EU-Umweltausschuss, der ein langer Prozess vorausgegangen ist. "Agrotreibstoffe sind kein grünes Wundermittel. Deren Treibhausgasbilanz ist unterm Strich oft schlechter als man auf den ersten Blick meinen möchte", ist Bayr überzeugt. ****
Vor allem indirekte Landnutzungsänderungen haben oft ökologisch beziehungsweise menschenrechtlich negative Auswirkung: "Wird im schlimmsten Fall Urwald gerodet und Menschen aus deren Lebensraum vertrieben, um in weitläufigen Monokulturen Agrotreibstoffe anzubauen, ist die Bilanz natürlich eine ökologische und menschliche Katastrophe", unterstreicht die Nationalratsabgeordnete und fordert das Europäische Parlament auf, weitere Schritte zu unternehmen, um indirekte Landnutzungsänderungen in die Treibhausgasbilanz aufzunehmen und Menschenrechtsverletzungen bei der Produktion von Agrotreibstoffen zu vermeiden. Agrotreibstoffe seien ein gutes Beispiel, wie wichtig Politikkohärenz im Sinne von Entwicklung ist. "Die Abhängigkeit vom Erdöl samt allen negativen ökologischen Folgen zu minimieren ist wichtig. Aber nur dann sinnvoll, wenn Alternativen nicht andere negative Auswirkungen haben", betont Bayr. (Schluss) bj/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum