"Die Kakaobranche ist extrem konzentriert: In sieben Ländern werden 91 Prozent der weltweiten Kakaobohnen produziert und nur fünf Unternehmen kontrollieren 80 Prozent des Handels", stellt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, fest und kritisiert, dass die wenigsten Bohnen arbeitsrechtlich akzeptabel produziert werden: "Die hohe Konzentration in der Kakao-Produktion begünstigt die Ausbeutung der ProduzentInnen. Auf den Kakaoplantagen in Westafrika arbeiten auch etwa zwei Millionen Kinder, hunderttausende von ihnen unter ausbeuterischen Verhältnissen." ****
Gerade bei Schokolade sei es besonders einfach, auf Produkte umzusteigen, welche die ProduzentInnen nicht ausbeuten: "Das FAIRTRADE-Siegel und das UTZ-Zertifikat finden sich glücklicherweise schon auf sehr vielen Schokoladen im Weltladen und den meisten Supermärkten. UTZ steht für Utz Kapeh, was in der Maya-Sprache Quiché ‚guter Kaffee‘ heißt. Diese beiden Zeichen stellen sicher, dass durch den Handel ein Beitrag zur Armutsminderung und gerechter Entlohnung geleistet wird." Die Absatzmenge von Schokolade und Süßwaren mit dem FAIRTRADE-Siegel ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen, was für ein steigendes Bewusstsein der KonsumentInnen spricht. (Schluss) bj
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