„Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, gilt es auch, sich für menschenwürdige Arbeit im globalen Süden einzusetzen“, stellt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, fest. In vielen Regionen der Welt ist der ArbeitnehmerInnenschutz nicht so weit gediehen wie in Österreich und es kommt zu systematischer Ausbeutung von Frauen, Männern und Kindern. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) geht davon aus, dass 21 Millionen Menschen Opfer von Zwangsarbeit sind. „Kaffee, Rosen, Gewürze, Baumwolle und viele Produkte mehr können als FAIRTRADE zertifiziert erworben werden. Dadurch ist sichergestellt, dass die ProduzentInnen menschenwürdig entlohnt wurden und nicht Opfer von Zwangsarbeit waren“, sagt Bayr am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Nicht nur die Kaufentscheidung der einzelnen KonsumentInnen spielt eine wichtige Rolle: Jährlich kauft die öffentliche Hand österreichweit um etwa 40 Milliarden Euro ein. „Werden, wo möglich und sinnvoll, FAIRTRADE-zertifizierte Produkte oder solche von gleichwertiger Qualität beschafft, hat das auch eine bedeutende Vorbildwirkung“, ist Bayr überzeugt. SO:FAIR, die Initiative für soziale und faire öffentliche Beschaffung in Österreich, hat ein breites Angebot für BeschafferInnen, um sicherzustellen, dass die eingekauften Produkten unter menschenwürdigen Bedingungen produziert wurden. „Der 1. Mai soll ein Feiertag für alle ArbeiterInnen sein, egal, ob in Österreich oder woanders auf der Welt: Menschenwürdige Arbeitsbedingungen sind das Minimum!“, betont Bayr. (Schluss) bj/mp