Bei der Anti-Rassismus-Initiative Zara (Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit) sind 2022 erneut weniger Meldungen rassistischer Vorfälle registriert worden als im Jahr zuvor. Laut dem am Dienstag präsentierten Report waren es 1.479 - nach 1.977 im Jahr 2021. Angestiegen ist der Anteil jener Menschen, die nicht Zeugen, sondern selbst betroffen waren und die sich daraufhin an die Initiative gewandt haben. Er beträgt inzwischen 24 Prozent. Der Bericht wurde heuer erstmals im Wiener Rathaus präsentiert. (...) "Heuer begehen wir den 75. Jahrestag der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Das sollte für alle Staaten ein Ansporn sein, in Recht und Praxis unverzüglich energische Schritte zu unternehmen, um Gleichstellung zu fördern und Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und die damit zusammenhängende Intoleranz zu bekämpfen", befand die SPÖ-Abgeordnete Petra Bayr, die auch Generalberichterstatterin gegen Rassismus und Intoleranz der Parlamentarischen Versammlung des Europarats ist. Es sei wichtig, die wertvolle Arbeit von Einzelpersonen und Organisationen anzuerkennen, die öffentlich ihre Stimme gegen Rassismus erheben. Parlamentarierinnen und Parlamentarier in ganz Europa würden hier eine Schlüsselrolle einnehmen. "Mit Gesetzen, speziellen Programmen und unserer täglichen politischen Arbeit können wir dazu beitragen, Rassismus und Intoleranz zu beenden", zeigte sich Bayr in einer Aussendung überzeugt. Weiterlesen: https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/wien-politik/2182241-Weniger-Rassismus-in-Wien-dokumentiert.html?em_no_split=1